
Berufsunfähigkeit im Studium: Welche Kosten kommen auf Sie zu?
Früh abschließen zahlt sich aus: So viel kostet Sie die wichtigste Versicherung für Ihre berufliche Zukunft

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06.01.2026
Allgemein, BU
Was Sie über die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung wissen sollten
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung während des Studiums mag zunächst wie eine zusätzliche finanzielle Belastung erscheinen. Doch die Zahlen sprechen für sich: Jeder vierte Mensch wird im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig. Als Student können Sie sich bereits ab 25 € monatlich absichern und profitieren dabei von deutlich günstigeren Konditionen als nach dem Berufseinstieg. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Kosten konkret auf Sie zukommen, wie sich diese nach dem Studium entwickeln und mit welchen Strategien Sie Ihre Beiträge minimieren können.
In diesem Artikel lernen Sie:
Das Wichtigste in Kürze
Studenten zahlen zwischen 25 € und 60 € monatlich: Die genauen Kosten hängen vom Studiengang und der gewünschten Rentenhöhe ab. Medizinstudenten zahlen tendenziell mehr als Geisteswissenschaftler.
Jeder vierte wird berufsunfähig: Mit 43 % Wahrscheinlichkeit werden 20-Jährige mindestens einmal im Leben berufsunfähig. Psychische Erkrankungen sind mit 37 % die häufigste Ursache.
Keine staatliche Absicherung für Studenten: Da Sie die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren nicht erfüllen, haben Sie keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente.
Früher Abschluss spart langfristig Geld: Je jünger und gesünder Sie beim Abschluss sind, desto niedriger bleiben Ihre Beiträge dauerhaft.
Nach dem Studium sinken oft die Kosten: Entgegen der Erwartung können die Beiträge bei Berufseintritt sogar sinken, wenn Ihr neuer Beruf günstiger eingestuft wird.
Ich bin Albert Sibert, unabhängiger Finanzberater und Versicherungsexperte für Studenten, Beamte und Lehrer. Ich helfe seit Jahren dabei, komplexe Versicherungsthemen verständlich zu machen, damit Sie gute Entscheidungen treffen können. Auch bei PKV oder BU.
Disclaimer: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Die Informationen können sich regelmäßig ändern. Trotz sorgfältiger Recherche und Fachkenntnis übernehme ich keine Gewähr oder Haftung für Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit.
Warum Berufsunfähigkeitsversicherung als Student wichtig ist
Die Statistiken zeichnen ein deutliches Bild: 43 % der heute 20-Jährigen werden im Laufe ihres Arbeitslebens mindestens einmal berufsunfähig. Anders als viele vermuten, sind nicht Unfälle die Hauptursache. Psychische Erkrankungen führen mit 37 % die Statistik an, gefolgt von Erkrankungen des Bewegungsapparates mit 20 % (Quelle: gdv.de).
Als Student haben Sie einen entscheidenden Nachteil: Sie erfüllen nicht die Mindestversicherungszeit von fünf Jahren für die staatliche Erwerbsminderungsrente. Selbst wenn Sie diese erfüllen würden, läge die durchschnittliche Rente bei nur 933 € monatlich. Das reicht kaum zum Leben.
Ohne private Absicherung stehen Sie bei einer Berufsunfähigkeit vor dem finanziellen Nichts. Sie müssten Ihr Studium abbrechen, könnten Ihre Miete nicht mehr zahlen und wären auf die Unterstützung Ihrer Familie angewiesen. Eine Situation, die niemand erleben möchte.
Der große Vorteil eines frühen Abschlusses: Sie profitieren von Ihrem jungen Alter und meist guten Gesundheitszustand. Die Versicherer belohnen das mit deutlich niedrigeren Beiträgen, die Sie Ihr gesamtes Berufsleben lang begleiten. Warten Sie hingegen bis nach dem Studium, zahlen Sie nicht nur höhere Beiträge. Möglicherweise haben sich bis dahin gesundheitliche Probleme entwickelt, die zu Risikozuschlägen oder sogar zur Ablehnung führen können.
Was beeinflusst die Kosten Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung als Student?
Die Höhe Ihrer monatlichen Beiträge hängt von verschiedenen Faktoren ab. Verstehen Sie diese Stellschrauben, können Sie gezielt Einfluss auf Ihre Kosten nehmen.
Ihr Alter beim Abschluss
Je jünger Sie sind, desto günstiger wird es. Ein 20-jähriger Student zahlt deutlich weniger als ein 27-jähriger Kommilitone. Der Grund: Mit jedem Jahr steigt statistisch das Risiko einer Erkrankung. Dieses höhere Risiko lassen sich die Versicherer durch höhere Beiträge bezahlen.
Ihr Studiengang und späterer Beruf
Versicherer bewerten Studiengänge unterschiedlich. Ein Medizinstudent wird anders eingestuft als ein BWL-Student. Dabei geht es nicht um das aktuelle Risiko während des Studiums, sondern um die spätere berufliche Tätigkeit. Ein angehender Arzt hat andere Risiken als ein zukünftiger Controller.
Die Höhe der gewünschten BU-Rente
Hier gilt eine einfache Regel: Je höher die Absicherung, desto höher der Beitrag. Als Student können Sie meist zwischen 1.000 € und 2.000 € monatlicher Rente wählen. Die Versicherer deckeln die Höhe, da Sie aktuell kein oder nur ein geringes Einkommen haben.
Die Laufzeit des Vertrags
Standard ist eine Absicherung bis zum 67. Lebensjahr. Sie können aber auch kürzere Laufzeiten wählen. Eine Absicherung bis 60 senkt die Beiträge erheblich. Bedenken Sie aber: Gerade die letzten Berufsjahre bergen ein hohes Risiko für Berufsunfähigkeit.
Ihr Gesundheitszustand
Vorerkrankungen führen zu Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen. Eine überstandene Depression kann den Beitrag verdoppeln. Rückenbeschwerden führen oft zum Ausschluss der Wirbelsäule. Deshalb ist es so wichtig, die Versicherung abzuschließen, solange Sie gesund sind.
Zusätzliche Leistungsbausteine
Eine Beitragsdynamik von 3 % jährlich oder eine Arbeitsunfähigkeitsklausel erhöhen Ihre Kosten. Diese Bausteine können sinnvoll sein, treiben aber den Preis nach oben. Überlegen Sie genau, was Sie wirklich brauchen.
Wie viel kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Student konkret?
Die gute Nachricht vorweg: Als Student können Sie sich bereits ab etwa 25 € monatlich absichern. Das entspricht ungefähr dem Preis eines Streaming-Abos oder zwei Kinobesuchen. Für diesen überschaubaren Betrag erhalten Sie eine Grundabsicherung, die Sie vor dem finanziellen Ruin schützt (Quelle: finanztip.de).
Die tatsächlichen Kosten variieren jedoch stark. Ein 20-jähriger Bauingenieur-Student zahlt für 1.000 € BU-Rente etwa 23 € monatlich. Ein 27-jähriger Medizinstudent zahlt für dieselbe Leistung ebenfalls etwa 23 €, obwohl er älter ist. Der Grund: Die Versicherer kalkulieren bereits den späteren Beruf mit ein.
Bei der maximalen Absicherung von 2.000 € BU-Rente verdoppeln sich die Beiträge entsprechend. Hier zahlen Sie als Student zwischen 45 € und 120 € monatlich, je nach Studiengang und persönlichen Voraussetzungen.
Beispielrechnungen: So viel zahlen Sie in verschiedenen Studiengängen
Um Ihnen eine konkrete Vorstellung zu geben, hier einige Beispiele für verschiedene Studiengänge. Die Berechnungen basieren auf folgenden Annahmen: 1.000 € BU-Rente, Versicherung bis 67 Jahre, Nichtraucher, keine Vorerkrankungen.
| Studiengang | Alter | Monatlicher Beitrag |
| Jura | 19 Jahre | ab 21 € |
| BWL | 23 Jahre | ab 22 € |
| Bauingenieurwesen | 20 Jahre | ab 23 € |
| Medizin | 27 Jahre | ab 23 € |
(Quelle: finanztip.de)
Diese Zahlen zeigen: Die Unterschiede zwischen den Studiengängen sind während des Studiums überraschend gering. Das ändert sich jedoch nach dem Berufseinstieg erheblich.
Wichtig zu wissen: Die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Versicherern können bei gleicher Leistung bis zu 200 % betragen. Ein Vergleich lohnt sich also definitiv. Lassen Sie sich dabei professionell beraten, denn die günstigste Versicherung ist nicht automatisch die beste für Ihre Situation.
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Wie verändern sich die Kosten nach dem Studium?
Viele Studenten befürchten, dass die Kosten nach dem Studium explodieren. Die Realität sieht oft anders aus: In vielen Fällen sinken die Beiträge sogar.
Ein Beispiel macht das deutlich: Sie studieren Bauingenieurwesen und zahlen als 20-jähriger Student 23 € monatlich. Nach dem Studium arbeiten Sie als Bauingenieur im Büro. Bei einer Überprüfung Ihrer Versicherung stellt sich heraus: Als Bauingenieur mit Bürotätigkeit werden Sie günstiger eingestuft als während des Studiums. Ihr Beitrag könnte auf 37 € steigen, wenn Sie mit 28 Jahren den Beruf wechseln. Das ist zwar mehr als vorher, aber deutlich weniger als befürchtet.
Bei Medizinern sieht es ähnlich aus. Als 27-jähriger Student zahlen Sie 23 € monatlich. Als 37-jähriger niedergelassener Arzt steigt der Beitrag auf etwa 45 €. Die konkrete Höhe hängt von Ihrer Spezialisierung ab. Ein Radiologe wird anders eingestuft als ein Chirurg.
Der Clou: Sie sind nicht verpflichtet, Ihren Berufswechsel zu melden. Wechseln Sie in einen risikoreichen Beruf, können Sie schweigen und zahlen weiterhin den Studententarif. Nur wenn Sie in einen günstigeren Beruf wechseln, sollten Sie das melden. Die Versicherung prüft dann, ob eine Beitragssenkung möglich ist.
Wie hoch sollte Ihre Berufsunfähigkeitsrente im Studium sein?
Die Frage nach der richtigen Rentenhöhe beschäftigt viele Studenten. Einerseits möchten Sie gut abgesichert sein, andererseits sollen die Kosten überschaubar bleiben.
Experten empfehlen eine BU-Rente zwischen 1.500 € und 2.000 € monatlich für Studenten. Das mag zunächst viel erscheinen, schließlich leben viele Studenten von weniger. Doch bedenken Sie: Im Fall einer Berufsunfähigkeit entstehen oft zusätzliche Kosten. Therapien, Medikamente oder Umbauten in der Wohnung müssen finanziert werden (Quelle: finanztip.de).
Die meisten Versicherer begrenzen die maximale BU-Rente für Studenten auf 1.500 € bis 2.000 €. Der Grund: finanzielle Angemessenheit. Da Sie als Student kein oder nur ein geringes Einkommen haben, wollen die Versicherer vermeiden, dass sich eine Berufsunfähigkeit finanziell lohnt.
Nach dem Studium sollte Ihre BU-Rente etwa 60 % bis 80 % Ihres Nettoeinkommens betragen. Verdienen Sie als Berufseinsteiger 2.500 € netto, wären das 1.500 € bis 2.000 € BU-Rente. Mit steigendem Gehalt sollte auch die Absicherung wachsen.
Die gute Nachricht: Mit einer Nachversicherungsgarantie können Sie Ihre BU-Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen. Typische Anlässe sind der Berufseinstieg, Heirat oder die Geburt eines Kindes. So können Sie zunächst mit einer niedrigeren Rente starten und diese bei Bedarf aufstocken.
So senken Sie als Student die Kosten Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung
Die Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung lassen sich durch clevere Entscheidungen deutlich reduzieren. Hier die wichtigsten Strategien:
Schließen Sie so früh wie möglich ab
Der wichtigste Spartipp: Je früher, desto besser. Ein 20-Jähriger zahlt dauerhaft weniger als ein 25-Jähriger. Zudem ist Ihr Gesundheitszustand mit 20 meist besser als mit 30. Jede Erkrankung kann zu Risikozuschlägen oder Ablehnungen führen.
Starten Sie mit einer niedrigeren BU-Rente
Beginnen Sie mit 1.000 € statt 2.000 € monatlicher Rente. Das halbiert Ihre Beiträge. Achten Sie aber auf eine großzügige Nachversicherungsgarantie. So können Sie die Rente später ohne Gesundheitsprüfung auf bis zu 2.500 € oder mehr erhöhen.
Nutzen Sie die Beitragsdynamik clever
Eine jährliche Beitragsdynamik von 3 % erhöht Ihre Kosten kontinuierlich. Sie können diese aber ablehnen. Unser Tipp: Nehmen Sie die Dynamik nur jedes dritte Jahr an. So bleiben Ihre Kosten überschaubar, aber Sie behalten das Recht auf regelmäßige Anpassungen.
Verzichten Sie auf teure Zusatzbausteine
Arbeitsunfähigkeitsklausel, Pflegerente oder erweiterte Infektionsklausel kosten extra. Überlegen Sie genau, was Sie wirklich brauchen. Die Basis-BU reicht für die meisten Studenten vollkommen aus.
Wählen Sie einen selbstständigen Vertrag
Kombiversicherungen mit Renten- oder Lebensversicherung sind teurer. Schließen Sie die BU als eigenständigen Vertrag ab. Das ist günstiger und flexibler.
Vergleichen Sie verschiedene Anbieter
Die Preisunterschiede zwischen den Versicherern sind enorm. Für dieselbe Leistung zahlen Sie bei Anbieter A möglicherweise 30 €, bei Anbieter B aber 60 € monatlich. Ein unabhängiger Vergleich ist daher unverzichtbar.
Finger weg von der Karenzzeit
Manche Berater empfehlen eine Karenzzeit von 6 oder 12 Monaten. Das bedeutet: Die Versicherung zahlt erst nach dieser Wartezeit. Der Beitrag sinkt dadurch um 10 % bis 20 %. Doch die Nachteile überwiegen deutlich. Viele Berufsunfähigkeiten dauern nur wenige Monate. Mit Karenzzeit gehen Sie leer aus.
Fazit: Die Investition in Ihre berufliche Zukunft mit Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt sich
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung als Student kostet Sie zwischen 25 € und 60 € monatlich. Das ist weniger, als viele für ihr Smartphone ausgeben. Dafür erhalten Sie eine Absicherung, die Sie vor dem finanziellen Ruin schützt. Mit 43 % Wahrscheinlichkeit werden Sie diese Versicherung im Laufe Ihres Lebens brauchen.
Der frühe Abschluss während des Studiums sichert Ihnen dauerhaft günstige Beiträge. Nach dem Berufseinstieg können die Kosten sogar sinken, wenn Ihr neuer Beruf günstiger eingestuft wird. Mit cleveren Strategien wie einer niedrigeren Anfangsrente und dem Verzicht auf teure Zusatzbausteine halten Sie die Kosten im Rahmen.
Die Auswahl der richtigen Versicherung ist allerdings komplex. Jeder Anbieter hat andere Bedingungen, Ausschlüsse und Preise. Was für Ihren Kommilitonen passt, muss für Sie nicht optimal sein. Eine professionelle Beratung hilft Ihnen, die beste Lösung für Ihre individuelle Situation zu finden.
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Albert Sibert
Versicherungsexperte
Über den Autor
Albert Sibert ist staatlich geprüfter Finanzanlagen- und Versicherungsfachmann mit über fünf Jahren Erfahrung. Als Experte für Berufseinsteiger, duale Studenten sowie Beschäftigte im öffentlichen und privaten Dienst begleitet er seine Mandanten mit dem Best-Select-Prinzip und dem Zugang zu über 250 Partnergesellschaften.
Geprägt durch eigene familiäre Erfahrungen mit finanzieller Unsicherheit verfolgt er heute die Mission, Menschen Sicherheit, Klarheit und wirtschaftliche Freiheit zu ermöglichen.





