
Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehramtsstudenten: Was Sie wissen müssen
Der frühe Abschluss zahlt sich aus – besonders für angehende Lehrer mit hohem Berufsrisiko

Google Reviews
5.0 Stars | 7 reviews

02.12.2025
Allgemein, Lehrer, BU
Ihre finanzielle Absicherung als Lehramtsstudent
Als Lehramtsstudent stehen Sie vor einer spannenden beruflichen Zukunft. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen, dass nur jeder fünfte Lehrer bis zur regulären Pension durchhält. Eine frühzeitige Absicherung durch eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann Ihre finanzielle Zukunft schützen. Besonders wichtig: Als Student profitieren Sie von deutlich günstigeren Beiträgen und besseren Gesundheitsbedingungen als später im Berufsleben.
In diesem Beitrag erfahren Sie, warum eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehramtsstudenten unverzichtbar ist, welche Besonderheiten es zu beachten gibt und wie Sie sich optimal absichern.
In diesem Artikel lernen Sie:
Das Wichtigste in Kürze
Nur jeder fünfte Lehrer erreicht die Regelaltersgrenze: 39 % der Lehrer scheiden wegen Dienstunfähigkeit aus dem Beruf aus. Die durchschnittliche Pensionierung erfolgt 10 Jahre vor dem regulären Rentenalter.
Psychische Erkrankungen sind Risikofaktor Nummer eins: Fast jede fünfte Lehrkraft (18 %) zeigt ein hohes Risiko für Depression oder Burnout. Nervenkrankheiten und psychische Störungen sind die häufigsten Gründe für Dienstunfähigkeit.
Als Student sparen Sie bis zu 50 % der Beiträge: Lehramtsstudenten zahlen zwischen 36 und 97 € monatlich für 1.000 € Rente. Nach dem Berufseinstieg verdoppeln sich die Kosten häufig.
Die Dienstunfähigkeitsklausel ist unverzichtbar: Als zukünftiger Beamter benötigen Sie eine spezielle DU-Klausel. Diese lässt sich später nur schwer oder gar nicht mehr nachträglich einbauen.
Referendare haben keinen gesetzlichen Schutz: Als Beamter auf Widerruf erhalten Sie bei Dienstunfähigkeit keinerlei Ruhegehalt. Auch die ersten fünf Jahre als Beamter auf Lebenszeit sind kritisch.
Ich bin Albert Sibert, unabhängiger Finanzberater und Versicherungsexperte für Studenten, Beamte und Lehrer. Ich helfe seit Jahren dabei, komplexe Versicherungsthemen verständlich zu machen, damit Sie gute Entscheidungen treffen können. Auch bei PKV oder BU.
Disclaimer: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Die Informationen können sich regelmäßig ändern. Trotz sorgfältiger Recherche und Fachkenntnis übernehme ich keine Gewähr oder Haftung für Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit.
Warum ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehramtsstudenten sinnvoll?
Der Lehrerberuf gehört zu den Berufsgruppen mit dem höchsten Berufsunfähigkeitsrisiko in Deutschland. Die Zahlen sprechen für sich: Etwa 33 % aller Lehrer werden im Laufe ihres Berufslebens dienstunfähig. Das bedeutet: Jeder dritte Lehrer muss seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aufgeben.
Besonders alarmierend sind die aktuellen Studien zur psychischen Belastung. Laut einer Studie aus dem Jahr 2024 besteht bei 18 % der Lehrkräfte ein hohes Risiko für Depression oder Burnout. Diese psychischen Erkrankungen sind mittlerweile der Hauptgrund für Dienstunfähigkeit bei Lehrern (Quelle: www.news4teachers.de).
Der finanzielle Schutzbedarf beginnt früh
Als Lehramtsstudent denken Sie vielleicht, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung erst später relevant wird. Das Gegenteil ist der Fall. Gerade jetzt können Sie Ihren Gesundheitszustand „einloggen“ und sich dauerhaft günstige Konditionen sichern.
Die durchschnittliche vorzeitige Pensionierung erfolgt etwa 10 Jahre vor der Regelaltersgrenze. Das bedeutet: Selbst wenn Sie es bis ins Berufsleben schaffen, ist das Risiko einer vorzeitigen Berufsaufgabe extrem hoch (Quelle: www.dguv.de).
Vorerkrankungen, die während des Studiums oder im Referendariat auftreten, können einen späteren Versicherungsabschluss unmöglich machen oder zu erheblichen Risikozuschlägen führen. Besonders problematisch: Bereits eine stressbedingte Krankschreibung vor Prüfungen kann in Ihrer Patientenakte vermerkt werden und später zu Problemen führen.
10.02.2026 | 19:00
Live-Webinar:
Ihr Weg zur optimalen Beamtenpension
Die Pension allein reicht nicht mehr. Wie junge Beamte ab 20 die Versorgungslücke schließen, und mit 50 Jahren finanziell frei sind. Je früher, desto besser.
100% kostenfrei
Welche Besonderheiten gibt es bei der Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehramtsstudenten?
Lehramtsstudenten befinden sich versicherungstechnisch in einer besonderen Situation. Im Gegensatz zu anderen Studienrichtungen stufen Versicherer angehende Lehrer oft in höhere Risikoklassen ein.
Unterschiedliche Bewertung nach Schulart
Die Versicherungsbranche differenziert stark nach der angestrebten Schulform. Während Grundschullehrer noch moderate Beiträge zahlen, werden Förderschullehrer deutlich höher eingestuft. Von 41 geprüften Versicherern bieten nur 27 einem 20-jährigen Lehramtsstudenten eine Absicherung bis zum 67. Lebensjahr an. Die monatlichen Beiträge variieren dabei zwischen 36 und 97 € für eine Rente von 1.000 €.
Die Verbeamtung im Blick behalten
Ein weiterer entscheidender Unterschied zu anderen Studierenden: Ihr späterer Berufsstatus als Beamter. Etwa 80 % der Lehrer in Deutschland werden verbeamtet. Diese Statusänderung hat massive Auswirkungen auf Ihre Absicherung.
Als Student sollten Sie bereits jetzt eine Dienstunfähigkeitsklausel in Ihren Vertrag einbauen lassen. Diese spezielle Klausel berücksichtigt die besonderen Regelungen für Beamte. Ohne diese Klausel müssten Sie später eine separate Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrer abschließen. Das Problem: Die Kosten verdoppeln sich oft, und bei bestehenden Vorerkrankungen ist ein Abschluss möglicherweise gar nicht mehr möglich.
Flexible Nachversicherungsoptionen sind essentiell
Ihre finanzielle Situation wird sich nach dem Studium deutlich verbessern. Deshalb benötigen Sie eine Versicherung mit großzügigen Nachversicherungsgarantien. Diese ermöglichen es Ihnen, die versicherte Rente später ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.
Achten Sie auf folgende Punkte:
Erhöhungsmöglichkeit: um mindestens 500 € pro Ereignis
Gesamterhöhung: von mindestens 1.000 € möglich
Ereignisunabhängige Erhöhungen: bis zum 45. Lebensjahr
Was sollten Sie vor Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehramtsstudenten beachten?
Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine langfristige Entscheidung. Einige Aspekte sind dabei besonders kritisch für Ihren späteren Schutz.
Die "echte" Dienstunfähigkeitsklausel
Nicht jede Dienstunfähigkeitsklausel bietet den gleichen Schutz. Eine „echte“ DU-Klausel bedeutet: Sobald Sie vom Dienstherrn in den Ruhestand versetzt werden und ein amtsärztliches Zeugnis vorliegt, muss der Versicherer leisten. Es handelt sich um eine unwiderlegbare Vermutung der Dienstunfähigkeit.
Viele Versicherer bieten nur eine „unechte“ Klausel an. Hier prüft der Versicherer trotz amtsärztlicher Feststellung nochmals selbst. Das kann zu langwierigen Auseinandersetzungen führen.
Psychische Erkrankungen müssen versichert sein
Für angehende Lehrer ist dieser Punkt besonders wichtig. Psychische Erkrankungen sind der Hauptgrund für Berufsunfähigkeit bei Lehrern. Achten Sie darauf, dass diese ohne Einschränkungen mitversichert sind.
Problematisch: 21,4 % der Studierenden haben bereits eine psychologische Diagnose in ihrer Krankenakte. Diese kann zu Ausschlussklauseln oder Ablehnungen führen. Falls Sie betroffen sind, lassen Sie unbedingt eine anonyme Risikovoranfrage durchführen, bevor Sie einen offiziellen Antrag stellen.
Die richtige Versicherungsdauer wählen
Die Versicherung sollte mindestens bis zum 67. Lebensjahr laufen. Auch wenn Sie als Beamter theoretisch früher in Pension gehen können: Die Jahre zwischen 63 und 67 sind statistisch die risikoreichsten.
Ein Beispiel verdeutlicht die Tragweite: Werden Sie mit 64 Jahren dienstunfähig und Ihre Versicherung endet bereits mit 63, verlieren Sie 82.080 € an Versicherungsleistungen (bei einer monatlichen Rente von 2.280 €). Der Mehrbeitrag für eine längere Laufzeit beträgt dagegen nur wenige Euro monatlich.
Weitere wichtige Vertragsbestandteile
Folgende Klauseln sollten in Ihrem Vertrag enthalten sein:
Verzicht auf abstrakte Verweisung: Schutz vor Umschulung auf andere Berufe
Rückwirkende Leistung: für mindestens drei Jahre
Beitragsstundung: bei finanziellen Engpässen
Arbeitsunfähigkeitsklausel: als Überbrückung
Wie unterscheiden sich Dienst- und Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehramtsstudenten?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet, bezeichnen aber unterschiedliche Absicherungen. Als Lehramtsstudent müssen Sie beide Konzepte verstehen.
Die klassische Berufsunfähigkeitsversicherung
Die BU-Versicherung ist für alle Erwerbstätigen in der Privatwirtschaft konzipiert. Sie zahlt, wenn Sie zu mindestens 50 % nicht mehr in der Lage sind, Ihren zuletzt ausgeübten Beruf auszuüben. Die Prüfung erfolgt durch den privaten Versicherer anhand ärztlicher Gutachten.
Für angestellte Lehrer an Privatschulen oder in anderen Bundesländern ohne Verbeamtung ist dies die richtige Absicherung. Die Leistungsprüfung kann allerdings aufwendig sein und mehrere Monate dauern.
Die spezielle Dienstsunfähigkeitsversicherung
Die DU-Versicherung ist speziell für Beamte konzipiert. Der entscheidende Unterschied: Sie orientiert sich an den beamtenrechtlichen Vorgaben. Sobald der Amtsarzt Ihre Dienstunfähigkeit feststellt und Sie in den Ruhestand versetzt werden, greift die Versicherung.
Das Verfahren ist deutlich einfacher. Es gibt keine 50-%-Grenze. Entweder Sie sind dienstfähig oder nicht. Die Entscheidung trifft der Dienstherr, nicht der Versicherer.
Die Lösung: BU mit DU-Klausel
Als Lehramtsstudent wissen Sie noch nicht sicher, ob Sie später verbeamtet werden. Die ideale Lösung ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit integrierter Dienstunfähigkeitsklausel. Diese Kombination bietet Ihnen:
Schutz als Student und angestellter Lehrer: (BU-Teil)
Automatische Umstellung: auf DU-Bedingungen bei Verbeamtung
Keine erneute Gesundheitsprüfung: beim Statuswechsel
Durchgehender Versicherungsschutz: ohne Lücken
Die gesetzlichen Grundlagen finden sich im § 26 Beamtenstatusgesetz. Dort ist auch die „6-3-6-Regel“ verankert: Sie gelten auch dann als dienstunfähig, wenn Sie innerhalb von sechs Monaten mehr als drei Monate keinen Dienst verrichtet haben und in den nächsten sechs Monaten keine Genesung zu erwarten ist.
Finanzielle Lücken im System
Die staatliche Absicherung bei Dienstunfähigkeit ist lückenhaft:
Als Referendar (Beamter auf Widerruf):
Kein Anspruch auf Ruhegehalt
Rückversetzung in die gesetzliche Rentenversicherung
Erwerbsminderungsrente erst nach 5 Jahren Wartezeit
Als Beamter auf Probe:
Ebenfalls kein Ruhegehalt (außer bei Dienstunfall)
Gleiche Problematik wie beim Referendar
Als Beamter auf Lebenszeit (erste 5 Jahre):
Nur Mindestruhegehalt von etwa 1.800 € brutto
Nach Abzug der PKV-Beiträge bleiben etwa 1.300 bis 1.400 € netto
Diese Beträge reichen kaum zum Leben. Ohne private Absicherung droht der finanzielle Abstieg.
Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehramtsstudenten?
Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab. Als Lehramtsstudent müssen Sie mit höheren Beiträgen rechnen als Kommilitonen anderer Fachrichtungen.
Konkrete Beitragsbeispiele
Für eine monatliche Rente von 1.000 € zahlen Sie als 20-jähriger Lehramtsstudent zwischen 36 und 97 € monatlich. Die große Spanne erklärt sich durch unterschiedliche Anbieter und Leistungsumfänge. Im Durchschnitt können Sie mit etwa 42 bis 53 € rechnen.
Zum Vergleich: Ein gleichaltriger BWL-Student zahlt für dieselbe Absicherung nur etwa 28 € monatlich. Der Aufschlag für Lehramtsstudenten beträgt also 30 bis 50 %.
Einflussfaktoren auf den Beitrag
Das Eintrittsalter ist entscheidend: Mit jedem Jahr Wartezeit steigen die Beiträge um 3 bis 5 %. Ein 25-jähriger zahlt bereits 10 bis 15 % mehr als ein 20-Jähriger. Nach dem Referendariat, mit 28 Jahren, verdoppeln sich die Beiträge nahezu.
Die Versicherungsdauer: Eine Absicherung bis 67 ist Standard und meist am günstigsten im Verhältnis zur Leistung. Kürzere Laufzeiten sparen nur minimal Beitrag, bergen aber hohes Risiko.
Die Rentenhöhe: Als Student sollten Sie mit 1.000 bis 1.500 € monatlicher Rente starten. Das entspricht etwa dem späteren Nettoeinkommen eines Referendars. Durch Nachversicherungsgarantien können Sie die Rente später anpassen.
Empfohlene Absicherungshöhe
Die optimale Rentenhöhe orientiert sich an Ihrem erwarteten Bedarf:
Mindestens 1.000 €: für die Grundabsicherung
Besser 1.500 €: für realistische Lebenshaltungskosten
Maximal 2.000 bis 2.500 €: (abhängig vom Versicherer)
Bedenken Sie: Nach dem Studium steigt Ihr Einkommen deutlich. Ein Gymnasiallehrer (A13) verdient etwa 3.600 bis 4.500 € netto. Sie sollten 60 bis 80 % Ihres Nettoeinkommens absichern können.
Sparpotenzial nutzen
Einige Versicherer bieten spezielle Konditionen für Lehramtsstudenten:
Die Bayerische integriert die DU-Klausel standardmäßig
Allianz, DBV und Continentale versichern bis 67 Jahre
Vorsicht bei der Debeka: nur Absicherung bis 63 Jahre möglich
Fazit: Ihre finanzielle Absicherung beginnt jetzt
Als Lehramtsstudent stehen Sie vor einer herausfordernden beruflichen Zukunft. Die Statistiken zeigen deutlich: Nur jeder fünfte Lehrer erreicht die reguläre Pension. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit Dienstunfähigkeitsklausel ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.
Der ideale Zeitpunkt für den Abschluss ist jetzt. Als Student profitieren Sie von günstigen Beiträgen und einem meist noch tadellosen Gesundheitszustand. Jedes Wartejahr kostet Sie nicht nur höhere Beiträge, sondern erhöht auch das Risiko von Vorerkrankungen, die einen Abschluss erschweren oder unmöglich machen.
Die Investition von 40 bis 60 € monatlich mag als Student viel erscheinen. Bedenken Sie jedoch: Nach dem Berufseinstieg zahlen Sie leicht das Doppelte. Zudem sichern Sie sich gegen ein existenzielles Risiko ab, das jeden dritten Ihrer zukünftigen Kollegen trifft.
Die Auswahl der richtigen Versicherung mit passenden Klauseln und Bedingungen kann komplex sein. Jede Situation ist individuell, und die Unterschiede zwischen den Anbietern sind erheblich. Eine professionelle Beratung hilft Ihnen, die optimale Absicherung zu finden und teure Fehler zu vermeiden.
Möchten Sie Ihre individuelle Situation besprechen und die beste Absicherung für Ihre Zukunft als Lehrer finden? Vereinbaren Sie einen kostenfreien Beratungstermin. Gemeinsam analysieren wir Ihre Situation und finden die passende Lösung für Ihre finanzielle Sicherheit.
Jetzt kostenfreie Beratung buchen
Vereinbaren Sie jetzt Ihre persönliche Beratung mit mir und finden Sie die richtige Vorsorge-Lösung, die wirklich zu Ihnen passt.
FAQ zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehramtsstudenten
Definitiv ja, besonders für Lehramtsstudenten. Sie profitieren von mehreren Vorteilen: Die Beiträge sind als Student deutlich günstiger (oft 50 % weniger als nach dem Berufseinstieg), Ihr Gesundheitszustand ist in jungen Jahren meist noch optimal, und Sie können sich wichtige Optionen wie die Dienstunfähigkeitsklausel von Anfang an sichern.
Gerade im Lehrerberuf mit seiner hohen Dienstunfähigkeitsquote von 33 % ist eine frühzeitige Absicherung essentiell. Zudem haben Sie als Referendar oder Beamter auf Probe keinerlei Anspruch auf staatliche Leistungen bei Dienstunfähigkeit.
Die Kosten variieren stark nach Alter und Status. Als verbeamteter Lehrer (28 Jahre) zahlen Sie für 1.000 € monatliche Rente etwa 30 € bei optimalen Bedingungen. Realistischer sind jedoch 50 bis 80 € monatlich. Nach einigen Berufsjahren mit höherem Eintrittsalter steigen die Beiträge auf 80 bis 120 € für dieselbe Leistung.
Die tatsächlichen Kosten einer Berufsunfähigkeitsversicherung für Lehrer hängen ab von: Ihrem Gesundheitszustand, der gewählten Versicherungsdauer, der Rentenhöhe und den eingeschlossenen Zusatzklauseln. Als Faustregel gilt: Je früher der Abschluss, desto günstiger die lebenslangen Beiträge.
Für Beamte, insbesondere Lehrer, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Beamte mit Dienstunfähigkeitsklausel unverzichtbar. Die staatliche Absicherung greift erst nach fünf Jahren als Beamter auf Lebenszeit und auch dann nur mit einem Mindestruhegehalt von etwa 1.800 € brutto.
Als Referendar oder Beamter auf Probe haben Sie gar keinen Anspruch auf Ruhegehalt. Selbst als Beamter auf Lebenszeit reicht die staatliche Absicherung selten aus: Nach Abzug der PKV-Beiträge bleiben vom Mindestruhegehalt nur 1.300 bis 1.400 € netto. Eine private Absicherung schließt diese erhebliche Versorgungslücke.
Studenten zahlen generell zwischen 25 und 50 € monatlich für 1.000 € Absicherung. Lehramtsstudenten liegen mit 36 bis 97 € im oberen Bereich, da der spätere Lehrerberuf als risikoreicher eingestuft wird. Der Durchschnitt liegt bei etwa 42 bis 53 € monatlich.
Die genauen Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab: Ihrem Alter (20-Jährige zahlen deutlich weniger als 25-Jährige), Ihrem Gesundheitszustand, der gewählten Versicherungsdauer und dem Versicherer. Wichtig: Diese Beiträge bleiben bei den meisten Tarifen über die gesamte Laufzeit stabil, während ein späterer Abschluss dauerhaft teurer wird.

Albert Sibert
Versicherungsexperte
Über den Autor
Albert Sibert ist staatlich geprüfter Finanzanlagen- und Versicherungsfachmann mit über fünf Jahren Erfahrung. Als Experte für Berufseinsteiger, duale Studenten sowie Beschäftigte im öffentlichen und privaten Dienst begleitet er seine Mandanten mit dem Best-Select-Prinzip und dem Zugang zu über 250 Partnergesellschaften.
Geprägt durch eigene familiäre Erfahrungen mit finanzieller Unsicherheit verfolgt er heute die Mission, Menschen Sicherheit, Klarheit und wirtschaftliche Freiheit zu ermöglichen.





