
Pension für Lehrer in Thüringen: Ihr Weg zur finanziellen Sicherheit im Ruhestand
Alles zu Berechnung, Höhe und Anpassungen Ihrer Lehrerpension – Stand 2025

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26.12.2025
Allgemein, Lehrer, Pension
Ihre Lehrerpension in Thüringen verstehen
Wenn Sie als Lehrer in Thüringen arbeiten, haben Sie Anspruch auf eine Beamtenpension statt einer gesetzlichen Rente. Diese Versorgung bietet Ihnen finanzielle Sicherheit im Alter. Doch wie berechnet sich Ihre Pension genau? Welche Höhe können Sie erwarten? Und wann können Sie in den Ruhestand gehen?
In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige zur Lehrerpension in Thüringen: von der konkreten Berechnung über aktuelle Anpassungen bis zu flexiblen Ruhestandsoptionen.
In diesem Artikel lernen Sie:
Das Wichtigste in Kürze
Pensionsberechnung erfolgt nach klarer Formel: Pro Dienstjahr erhalten Sie 1,79375 % Ihrer letzten Bezüge als Pension, maximal 71,75 % nach 40 Jahren.
Durchschnittspension liegt bei etwa 2.766 €: Lehrer in der Besoldungsgruppe A13 können mit rund 4.160 € rechnen, deutlich über der durchschnittlichen Rente von 1.806 €.
Ruhestand flexibel ab 62 Jahren möglich: Die Regelaltersgrenze liegt bei 67 Jahren, aber Sie können früher gehen – mit Abschlägen von 3,6 % pro Jahr.
Deutliche Erhöhungen 2024/2025 beschlossen: Ihre Pension steigt um 1,462 % (November 2024) und weitere 5,5 % (Februar 2025), plus 1.800 € Sonderzahlung.
Thüringen setzt auf Nachhaltigkeitsmodell: Seit 2018 werden pro neu ernanntem Beamten 5.500 € jährlich zur Schuldentilgung verwendet.
Ich bin Albert Sibert, unabhängiger Finanzberater und Versicherungsexperte für Studenten, Beamte und Lehrer. Ich helfe seit Jahren dabei, komplexe Versicherungsthemen verständlich zu machen, damit Sie gute Entscheidungen treffen können. Auch bei PKV oder BU.
Disclaimer: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Die Informationen können sich regelmäßig ändern. Trotz sorgfältiger Recherche und Fachkenntnis übernehme ich keine Gewähr oder Haftung für Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit.
Die Berechnung der Pension für Lehrer in Thüringen
Die Berechnung Ihrer Pension als Lehrer in Thüringen folgt einer transparenten Formel. Sie multiplizieren Ihre ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge mit dem erworbenen Ruhegehaltssatz. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht.
Ruhegehaltssatz und Dienstjahre verstehen
Für jedes Jahr, das Sie als verbeamteter Lehrer arbeiten, erwerben Sie einen Ruhegehaltssatz von 1,79375 %. Nach 40 Dienstjahren erreichen Sie den Höchstsatz von 71,75 % Ihrer letzten Bezüge (Quelle: § 21 ThürBeamtVG).
Ein Beispiel macht es deutlich: Arbeiten Sie 30 Jahre als Lehrer, erhalten Sie 53,81 % (30 × 1,79375 %) Ihrer ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge als Pension. Die Mindestversorgung beträgt übrigens 35 % – selbst wenn Sie nur wenige Dienstjahre vorweisen können.
Zu Ihren ruhegehaltsfähigen Dienstbezügen zählen:
Ihr Grundgehalt
Amtszulagen
Familienzuschlag: falls vorhanden
Besoldungsgruppen und deren Auswirkung auf Ihre Pension
Als Lehrer in Thüringen werden Sie üblicherweise in die Besoldungsgruppe A13 eingestuft. Das bedeutet konkret:
| Besoldungsstufe | Bruttogehalt (Stand: Feb. 2025) |
| A13 Einstieg | 5.073,12 € |
| A13 Endstufe | 6.265,14 € |
Diese Zahlen sind entscheidend für Ihre spätere Pension. Erreichen Sie beispielsweise die Endstufe und gehen nach 40 Dienstjahren in Pension, erhalten Sie etwa 4.495 € brutto monatlich (71,75 % von 6.265,14 €).
Wie hoch ist die durchschnittliche Pension für Lehrer in Thüringen?
Die Pensionshöhe variiert je nach Dienstzeit, Besoldungsgruppe und individueller Laufbahn. Schauen Sie sich die aktuellen Zahlen an, um Ihre eigene Situation besser einschätzen zu können.
Beispiele für Pensionen nach Besoldungsgruppe
Die tatsächlichen Pensionen hängen von verschiedenen Faktoren ab:
| Besoldungsgruppe | Durchschnittliche Pension |
| A10 | ca. 2.870 € |
| A13 (Lehrer) | ca. 4.160 € |
| A15 (Schulleiter) | ca. 4.950 € |
(Quelle: beatvest.com)
Diese Beträge zeigen: Als Lehrer mit A13-Besoldung liegen Sie deutlich über dem Thüringer Durchschnitt von 2.766 € für alle Pensionäre (Quelle: Thüringer Pensionsbericht 2023).
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Regionale Unterschiede: Pension für Lehrer in Thüringen im Bundesländervergleich
Im bundesweiten Vergleich zeigen sich erhebliche Unterschiede bei den Pensionen:
Pensionen im Ländervergleich
Wirtschaftsstarke Bundesländer:
Rheinland-Pfalz: 3.580 €
Bayern: 3.570 €
Baden-Württemberg: 3.540 €
Ostdeutsche Bundesländer:
Thüringen: 2.360 €
Mecklenburg-Vorpommern: 2.400 €
(Quellen: beatvest.com, Statistisches Bundesamt)
Auch wenn die Durchschnittspension in Thüringen niedriger ausfällt als in westdeutschen Ländern: Sie liegt immer noch deutlich über der durchschnittlichen gesetzlichen Rente von 1.806 € nach 45 Beitragsjahren.
Ein besonderer Vorteil in Thüringen: Sie erhalten als Pensionär mit 75 % den höchsten Beihilfesatz aller Bundesländer. Das reduziert Ihre Krankenversicherungskosten erheblich.
Wann können Sie als Lehrer in Thüringen in den Ruhestand gehen?
Die Entscheidung über den Zeitpunkt Ihres Ruhestands will gut überlegt sein. Thüringen bietet Ihnen verschiedene Optionen mit unterschiedlichen finanziellen Auswirkungen.
Regelaltersgrenze und flexible Optionen
Die Regelaltersgrenze für Lehrer in Thüringen liegt bei 67 Jahren (Quelle: § 25 Abs. 1 ThürBG). Das heißt aber nicht, dass Sie bis 67 arbeiten müssen. Sie haben mehrere Möglichkeiten:
Ruhestand auf Antrag: ab dem vollendeten 62. Lebensjahr möglich
Vorzeitiger Ruhestand: ab 63 Jahren ohne besonderen Antrag
Interessant: Thüringer Lehrer gehen im Durchschnitt bereits mit 63 Jahren in Pension (Quelle: Statistisches Landesamt Thüringen). Diese Tendenz hat sich 2023 sogar verstärkt.
Abschläge bei vorzeitigem Ruhestand
Früher in Pension zu gehen hat seinen Preis. Für jeden Monat vor der Regelaltersgrenze reduziert sich Ihre Pension um 0,3 %. Das summiert sich:
| Vorzeitig | Abschlag | Beispiel bei 4.160 € Pension |
| 1 Jahr | 3,6 % | 150 € weniger pro Monat |
| 2 Jahre | 7,2 % | 300 € weniger pro Monat |
| 3 Jahre | 10,8 % | 449 € weniger pro Monat |
| 4 Jahre | 14,4 % | 599 € weniger pro Monat |
(Quelle: § 14 BeamtVG)
Der maximale Abschlag beträgt 14,4 %. Diese Kürzung gilt dauerhaft für Ihre gesamte Pensionszeit.
Ausnahmen: Wer kann früher ohne Abschläge in Pension gehen?
Es gibt drei wichtige Ausnahmen, bei denen Sie ohne finanzielle Einbußen vorzeitig in den Ruhestand gehen können:
45 Dienstjahre plus 65 Jahre Lebensalter: Haben Sie beide Voraussetzungen erfüllt, entfallen alle Abschläge.
Schwerbehinderung: Als schwerbehinderter Beamter können Sie ab 62 Jahren (ab 2025) abschlagsfrei in Pension gehen.
Dienstunfähigkeit durch Dienstunfall: Werden Sie durch einen Dienstunfall dienstunfähig, erhalten Sie Ihre volle Pension ohne Abzüge.
Wichtig zu wissen: Für den Anspruch auf Ruhegehalt benötigen Sie mindestens fünf Jahre Dienstzeit (Quelle: § 11 ThürBeamtVG). Erfüllen Sie diese Mindestzeit nicht, erhalten Sie statt einer Pension eine Nachzahlung Ihrer Beiträge.
Anpassungen und Erhöhungen Ihrer Pension ab 2024 und 2025
Gute Nachrichten für alle Pensionäre und zukünftigen Ruheständler: Der Thüringer Landtag hat deutliche Erhöhungen beschlossen.
Das „Thüringer Gesetz zur Anpassung der Besoldung und Versorgung in den Jahren 2024 und 2025“ bringt konkrete Verbesserungen:
November 2024: Erhöhung um 1,462 %
Februar 2025: Weitere Erhöhung um 5,5 %
Sonderzahlung 2024: Einmalig 1.800 € für Pensionäre
(Quelle: Kommunaler Versorgungsverband Thüringen)
Diese Anpassungen gleichen teilweise die Inflation aus und sorgen für mehr Kaufkraft im Ruhestand. Für eine Pension von 4.000 € bedeutet die Gesamterhöhung bis Februar 2025 etwa 280 € mehr pro Monat.
Nachhaltigkeitsmodell Thüringen: Das sollten Sie über die Vorsorgegelder wissen
Thüringen verfolgt seit 2018 ein besonderes Modell zur Finanzierung der steigenden Pensionsausgaben. Das „Thüringer Nachhaltigkeitsmodell“ funktioniert so:
Für jeden neu ernannten Beamten – also auch für Sie als neu verbeamteten Lehrer – führt das Land jährlich 5.500 € der Schuldentilgung zu (Quelle: Rechnungshof Thüringen). Diese Gelder kommen nicht in einen Pensionsfonds, sondern reduzieren direkt die Landesschulden.
Warum dieser Weg? Von 1999 bis 2017 zahlte Thüringen 0,2 Prozentpunkte jeder Besoldungserhöhung in einen Pensionsfonds ein. Dieser wuchs auf 286 Millionen Euro an. Nach der Auflösung 2022 zeigte sich jedoch: Das alte Modell reichte bei Weitem nicht aus für die explodierenden Pensionskosten.
Die Zahlen sprechen für sich:
2015: 136 Millionen € Pensionsausgaben
2024: 450 Millionen € Pensionsausgaben
Prognose 2039: 1,2 Milliarden € jährlich
(Quelle: Rechnungshof Thüringen)
Die Ausgaben haben sich in nur zehn Jahren verdreifacht. Bis 2039 erwartet Thüringen etwa 28.500 Pensionäre – eine enorme finanzielle Herausforderung. Das Nachhaltigkeitsmodell soll helfen, diese Kosten zu stemmen, wurde allerdings in den Corona-Jahren 2020/2021 und erneut 2024/2025 ausgesetzt.
Fazit: Ihre Lehrerpension in Thüringen planen und optimieren
Die Pension für Lehrer in Thüringen bietet Ihnen eine solide finanzielle Absicherung im Alter. Mit durchschnittlich 4.160 € für A13-Lehrer liegt sie deutlich über der gesetzlichen Rente. Die aktuellen Erhöhungen von insgesamt fast 7 % bis 2025 plus Sonderzahlung verbessern Ihre Aussichten zusätzlich.
Dennoch sollten Sie Ihre individuelle Situation genau prüfen: Wann ist der optimale Zeitpunkt für Ihren Ruhestand? Können Sie sich Abschläge leisten oder arbeiten Sie lieber länger für die volle Pension? Wie wirken sich Teilzeit oder Beurlaubungen auf Ihre Versorgung aus?
Diese Entscheidungen haben weitreichende finanzielle Folgen. Eine professionelle Beratung hilft Ihnen, die beste Strategie für Ihre persönliche Situation zu entwickeln. Als unabhängiger Finanzberater mit Spezialisierung auf Beamte und Lehrer kenne ich die Besonderheiten des Thüringer Systems genau.
Zusätzlich zur Pension sollten Sie auch über eine private Altersvorsorge für Beamte nachdenken, um mögliche Versorgungslücken zu schließen.
Vereinbaren Sie gerne einen kostenfreien Beratungstermin. Gemeinsam analysieren wir Ihre Pensionsansprüche, prüfen Optimierungsmöglichkeiten und entwickeln eine maßgeschneiderte Strategie für Ihren finanziell abgesicherten Ruhestand.
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Häufig gestellte Fragen zur Pension für Lehrer in Thüringen
Ihre Pension berechnet sich aus Ihren ruhegehaltsfähigen Dienstbezügen multipliziert mit dem Ruhegehaltssatz. Pro Dienstjahr erwerben Sie 1,79375 % Ruhegehaltssatz. Bei 35 Dienstjahren erhalten Sie beispielsweise 62,78 % Ihrer letzten Bezüge als Pension.
Teilzeitarbeit reduziert Ihre ruhegehaltsfähigen Dienstjahre anteilig. Arbeiten Sie beispielsweise 10 Jahre in 50 %-Teilzeit, werden nur 5 volle Dienstjahre für die Pension angerechnet. Die genauen Auswirkungen auf Ihre individuelle Pension sollten Sie in einer persönlichen Beratung klären.
Scheiden Sie vor Erreichen der fünfjährigen Mindestdienstzeit aus, erhalten Sie keine Pension, sondern eine Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ihre erworbenen Ansprüche gehen nicht verloren, werden aber anders abgesichert.
Bei Dienstunfähigkeit erhalten Sie ein Ruhegehalt, dessen Höhe von Ihrer bisherigen Dienstzeit abhängt. Es gibt eine Mindestversorgung und bei Dienstunfällen gelten Sonderregelungen. Die komplexen Regelungen machen eine individuelle Beratung sinnvoll.
Jahre als angestellter Lehrer vor der Verbeamtung können unter bestimmten Voraussetzungen als ruhegehaltsfähige Dienstzeit anerkannt werden. Die Anerkennung erfolgt nicht automatisch und muss beantragt werden. Lassen Sie sich hierzu beraten, um keine Ansprüche zu verlieren.

Albert Sibert
Versicherungsexperte
Über den Autor
Albert Sibert ist staatlich geprüfter Finanzanlagen- und Versicherungsfachmann mit über fünf Jahren Erfahrung. Als Experte für Berufseinsteiger, duale Studenten sowie Beschäftigte im öffentlichen und privaten Dienst begleitet er seine Mandanten mit dem Best-Select-Prinzip und dem Zugang zu über 250 Partnergesellschaften.
Geprägt durch eigene familiäre Erfahrungen mit finanzieller Unsicherheit verfolgt er heute die Mission, Menschen Sicherheit, Klarheit und wirtschaftliche Freiheit zu ermöglichen.





