
Versicherung Referendariat Lehramt Berlin: Ihr ultimativer Ratgeber
Die richtige Krankenversicherung für angehende Lehrkräfte in Berlin – alle Optionen, Kosten und Entscheidungshilfen auf einen Blick.

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23.01.2026
Allgemein, Referendare, pkv
Was Sie über die Versicherung im Referendariat wissen sollten
Das Lehramtsreferendariat in Berlin bringt neben pädagogischen Herausforderungen auch wichtige Entscheidungen im Bereich der Krankenversicherung mit sich. Als Beamter auf Widerruf haben Sie einen besonderen rechtlichen Status, der Ihnen Zugang zur Beihilfe und damit völlig neue Versicherungsoptionen eröffnet. Diese Wahlfreiheit zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung ist ein erheblicher Vorteil gegenüber anderen Berufsgruppen. Die Entscheidung, die Sie jetzt treffen, hat langfristige finanzielle Auswirkungen auf Ihre gesamte Berufslaufbahn. Deshalb lohnt es sich, die verschiedenen Optionen genau zu verstehen und sorgfältig abzuwägen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Versicherungsoptionen Ihnen als Referendar in Berlin offenstehen, wie hoch die Kosten tatsächlich sind und worauf Sie bei der Tarifwahl achten sollten.
In diesem Artikel lernen Sie:
Das Wichtigste in Kürze
Als Beamter auf Widerruf haben Sie Beihilfeanspruch: Der Dienstherr übernimmt 50 % Ihrer Krankheitskosten, bei zwei oder mehr Kindern sogar 70 %.
Berlin bietet die pauschale Beihilfe als Sonderregelung: Sie können damit auch in der GKV bleiben und erhalten einen Zuschuss von 50 % zum Beitrag. Diese Entscheidung ist allerdings unwiderruflich.
Die PKV ist für die meisten Referendare günstiger: Mit etwa 70 bis 110 € monatlich zahlen Sie deutlich weniger als in der GKV mit pauschaler Beihilfe (circa 145 bis 160 €).
93 % der Beamten entscheiden sich für die PKV: Neben den Kostenvorteilen profitieren Sie von umfassenderen Leistungen und garantiertem Versicherungsschutz.
Nach dem Referendariat ändert sich Ihre Versicherungssituation grundlegend: Eine Anwartschaftsversicherung sichert Ihren aktuellen Gesundheitszustand und Ihre Konditionen für die Zukunft.
Ich bin Albert Sibert, unabhängiger Finanzberater und Versicherungsexperte für Studenten, Beamte und Lehrer. Ich helfe seit Jahren dabei, komplexe Versicherungsthemen verständlich zu machen, damit Sie gute Entscheidungen treffen können. Auch bei PKV oder BU.
Disclaimer: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Die Informationen können sich regelmäßig ändern. Trotz sorgfältiger Recherche und Fachkenntnis übernehme ich keine Gewähr oder Haftung für Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit.
Was ist das Referendariat im Lehramt in Berlin?
Das Lehramtsreferendariat in Berlin, offiziell als Vorbereitungsdienst bezeichnet, ist die zweite Phase Ihrer Lehrerausbildung. Es dauert einheitlich 18 Monate und bereitet Sie praktisch auf den Schulalltag vor. Während dieser Zeit werden Sie als Beamter auf Widerruf ernannt. Dieser besondere Status hat unmittelbare Auswirkungen auf Ihre Versicherungsmöglichkeiten.
Aufbau und Struktur des Vorbereitungsdienstes
Der Vorbereitungsdienst setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Im Allgemeinen Seminar absolvieren Sie ein Einführungsseminar von mindestens 30 Stunden sowie zehn Pflichtbausteine. Die Fachseminare umfassen sechs Unterrichtsstunden pro Woche in zwei oder drei Fächern. Der praktische Ausbildungsunterricht an Ihrer Schule besteht aus zehn Unterrichtsstunden wöchentlich, wobei Sie mindestens vier davon selbstständig unterrichten.
Ihre Besoldung während des Referendariats
Die wirtschaftliche Situation ist ein wesentlicher Faktor bei der Versicherungswahl. Die monatlichen Bruttobezüge betragen aktuell:
| Lehramt | Monatliche Bruttobezüge |
| Grundschule | 1.717,47 € |
| ISS/Gymnasium/Berufsbildende Schulen | 1.756,14 € |
(Quelle: berlin.de)
Diese Besoldungssätze bilden die Grundlage für die Berechnung der Krankenversicherungsbeiträge, falls Sie sich für die gesetzliche Krankenversicherung entscheiden.
Haben Sie als Referendar Beihilfeanspruch?
Ja, als Beamter auf Widerruf haben Sie automatisch Anspruch auf Beihilfe. Die Beihilfe ist keine Krankenversicherung im klassischen Sinne, sondern eine staatliche Fürsorgeleistung. Der Dienstherr übernimmt einen festgelegten Anteil Ihrer Krankheitskosten.
Die Beihilfesätze in Berlin
Die Höhe der Beihilfe richtet sich nach Ihrer familiären Situation:
| Personengruppe | Beihilfesatz |
| Beihilfeberechtigte ohne Kind oder mit einem Kind | 50 % |
| Beihilfeberechtigte mit zwei oder mehr Kindern | 70 % |
| Ehegatten | 70 % |
| Kinder | 80 % |
(Quelle: berlin.de)
Die pauschale Beihilfe als Berliner Besonderheit
Berlin gehört neben Brandenburg, Bremen, Hamburg und Thüringen zu den Bundesländern mit einer besonderen Regelung: der pauschalen Beihilfe. Bei dieser Alternative zahlt der Dienstherr grundsätzlich die Hälfte des Beitrags für eine Krankenvollversicherung. Das gilt unabhängig davon, ob Sie sich gesetzlich oder privat versichern.
Diese Option klingt zunächst attraktiv, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Die Entscheidung für die pauschale Beihilfe ist unwiderruflich. Selbst wenn sich Ihre Lebenssituation später ändert, etwa durch die Geburt weiterer Kinder oder den Eintritt in die Pension, können Sie nicht mehr zur individuellen Beihilfe wechseln. Bei der individuellen Beihilfe würden Sie mit zwei oder mehr Kindern 70 % erhalten statt nur 50 % Zuschuss.
Ende des Beihilfeanspruchs
Der Anspruch auf Beihilfe erlischt automatisch mit dem Bestehen der Laufbahnprüfung und dem Ende des Referendariats. Was danach passiert, hängt davon ab, ob Sie verbeamtet werden oder ein Angestelltenverhältnis antreten. Diese Übergangssituation sollten Sie bereits während des Referendariats strategisch planen.
GKV oder PKV: Welche Versicherung ist für Sie richtig?
Als Beamter auf Widerruf sind Sie nicht versicherungspflichtig. Sie haben die Wahlfreiheit zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung. Diese Wahlfreiheit ist ein erheblicher Vorteil, erfordert aber eine sorgfältige Analyse Ihrer individuellen Situation.
Die gesetzliche Krankenversicherung im Referendariat
Die GKV bietet eine standardisierte Grundversorgung mit bundesweit einheitlichen Leistungen. Der Beitrag wird prozentual vom Einkommen berechnet. Bei der Besoldung von circa 1.700 bis 1.750 € monatlich würden Sie als freiwillig Versicherter etwa 240 bis 280 € monatlich zahlen, einschließlich Pflegeversicherung.
Mit der pauschalen Beihilfe in Berlin reduziert sich dieser Betrag erheblich. Der Dienstherr übernimmt etwa 50 % des GKV-Beitrags. Ihr monatlicher Eigenanteil sinkt damit auf etwa 145 bis 160 €.
Ein wesentlicher Nachteil der GKV für Beamte: Es gibt keinen speziellen Beamtentarif. Sie müssen sich zu 100 % versichern, obwohl Sie theoretisch Beihilfeanspruch hätten. Dies führt zu einer Überversicherung. Um einen vergleichbaren Versicherungsschutz wie in der PKV zu erhalten, müssten Sie zusätzliche Versicherungen abschließen für Wahlleistungen im Krankenhaus, Zahnersatz, Heilpraktiker und Sehhilfen.
Die private Krankenversicherung im Referendariat
Die PKV bietet spezialisierte Beihilfeergänzungstarife an, auch als Restkostenversicherungen bekannt. Diese Tarife decken nur den Anteil ab, den die Beihilfe nicht übernimmt. Dadurch können Sie mit deutlich niedrigeren Beiträgen einen vollumfassenden Versicherungsschutz erhalten.
93 % der Beamten in Deutschland entscheiden sich für die private Krankenversicherung. Der Grund liegt nicht nur in den Kosten, sondern auch in der umfassenderen Leistungspalette und der Möglichkeit, den Versicherungsschutz individuell anzupassen.
Die Öffnungsaktion für Beamte
Seit Januar 2019 gilt die Öffnungsaktion auch explizit für Beamte in Ausbildung. Diese Regelung garantiert, dass niemand aufgrund einer Vorerkrankung oder Behinderung von einer PKV abgelehnt wird. Voraussetzung: Der Antrag muss innerhalb von sechs Monaten nach der erstmaligen Verbeamtung gestellt werden. Die beteiligten Versicherer dürfen maximal einen Risikozuschlag von 30 % erheben und keine Leistungsausschlüsse vornehmen.
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Mit dieser Entscheidungshilfe finden Sie in wenigen Minuten selbst heraus, welche PKV zu Ihnen passt, worauf Sie beim Abschluss achten müssen, und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Wie hoch sind die Kosten einer PKV im Referendariat?
Die Beiträge zur PKV hängen von mehreren individuellen Faktoren ab: Ihr Alter bei Versicherungsbeginn, Ihr Gesundheitszustand, der gewählte Leistungsumfang und Ihr Beihilfesatz. Anders als in der GKV spielt Ihr Einkommen keine Rolle.
Typische Beitragshöhen für Referendare
Für einen 25- bis 27-jährigen Referendar ohne Vorerkrankungen liegt die monatliche Beitragsspanne für einen beihilfekonformen Tarif mit umfassendem Leistungsspektrum typischerweise bei 70 bis 110 €.
Kostenvergleich: PKV versus GKV
| Versicherungsart | Monatlicher Beitrag |
| GKV ohne pauschale Beihilfe | circa 240 bis 280 € |
| GKV mit pauschaler Beihilfe | circa 145 bis 160 € |
| PKV mit Beihilfeergänzungstarif | circa 70 bis 110 € |
Die Ersparnis über das 18-monatige Referendariat ist erheblich. Durch die Wahl der PKV können Sie gegenüber der GKV mit pauschaler Beihilfe etwa 300 bis 600 € sparen. Über eine gesamte Beamtenlaufbahn summieren sich diese Unterschiede zu fünfstelligen Beträgen.
Warum sind die PKV-Beiträge im Referendariat so niedrig?
Die PKV bietet für Referendare besonders günstige Konditionen aus mehreren Gründen. Altersrückstellungen, die normalerweise für stabile Beiträge im Alter sorgen, werden während des Referendariats nicht gebildet. Dies ermöglicht den Versicherern niedrigere Prämien. Außerdem sind Referendare in der Regel jung und gesund, was das statistische Erkrankungsrisiko senkt.
Altersgrenzen beachten
Viele Versicherer bieten vergünstigte Anwärtertarife nur bis zum Ende des 33. Lebensjahres an. Ab dem 34. Geburtstag wird der Tarif automatisch zum teureren Volltarif umgestellt. Spätestens ab dem 39. Lebensjahr können Sie nicht mehr mit vergünstigten Konditionen rechnen. Falls Sie älter als 34 Jahre sind, ist eine individuelle Beratung besonders wichtig.
Selbstbeteiligung als Stellschraube
Durch die Wahl eines Selbstbehalts lässt sich der Beitrag um bis zu 10 % senken. Tarife mit einer moderaten Selbstbeteiligung können besonders attraktiv sein, wenn Sie selten zum Arzt gehen.
Welche Vorteile bietet die private Krankenversicherung?
Über die Kostenvorteile hinaus bietet die PKV eine Reihe von substanziellen Leistungsvorteilen, die den Mehrwert gegenüber der GKV deutlich machen.
Privatpatientenstatus und bessere Versorgung
Mit einer PKV werden Sie von Anfang an als Privatpatient behandelt. Das bedeutet konkret: kürzere Wartezeiten für Facharzttermine. Während Kassenpatienten durchschnittlich 25 Tage auf einen Facharzttermin warten, erhalten Privatpatienten oft schon nach 12 Tagen einen Termin.
Die freie Arzt- und Krankenhauswahl ist in der PKV vollständig gewährleistet. Sie sind nicht auf Kassenärzte oder bestimmte Krankenhäuser beschränkt.
Umfassendere Leistungen
Die PKV erstattet Leistungen, die in der GKV nicht oder nur eingeschränkt übernommen werden:
Zahnersatz: bis zu 100 % der Kosten statt nur befundbezogener Festzuschüsse
Professionelle Zahnreinigung: wird vollständig übernommen
Sehhilfen: bis zu einem bestimmten Höchstbetrag
Naturheilkundliche und heilpraktische Behandlungen: vollständige Kostenübernahme
Offener Hilfsmittelkatalog: ohne Einschränkungen
Wahlleistungen im Krankenhaus
Im stationären Bereich bietet die PKV erhebliche Zusatzleistungen. Je nach Tarif können Sie sich für die Unterbringung im Zweibettzimmer oder sogar Einbettzimmer entscheiden. Die Chefarztbehandlung ist in den meisten Tarifen inbegriffen. In der GKV werden Sie standardmäßig im Mehrbettzimmer untergebracht und vom diensthabenden Arzt behandelt.
Garantierte Leistungen
Alle Leistungen, die Sie bei Vertragsabschluss vereinbaren, bleiben über die gesamte Vertragsdauer garantiert. Im Gegensatz dazu können die Leistungen der GKV durch Gesetzgebung jederzeit verändert werden.
Beitragsrückerstattung
Viele PKV-Tarife bieten eine Beitragsrückerstattung an. Wenn Sie in einem Versicherungsjahr keine Leistungen in Anspruch nehmen, erhalten Sie bis zu sechs Monatsbeiträge zurück.
Was passiert nach dem Referendariat mit Ihrer Versicherung?
Die Versicherungssituation ändert sich fundamental mit dem Ende des Referendariats. Was genau passiert, hängt davon ab, welche berufliche Anstellung Sie erhalten.
Szenario 1: Verbeamtung auf Probe
Werden Sie nach dem Referendariat direkt als Beamter auf Probe verbeamtet, können Sie Ihre PKV fortführen. Der Anwärtertarif wird automatisch in einen vollwertigen Beihilfetarif umgestellt. Eine neue Gesundheitsprüfung ist nicht erforderlich.
Ab diesem Zeitpunkt werden allerdings Altersrückstellungen gebildet. Das führt zu einer Beitragserhöhung von etwa 100 bis 150 € monatlich, abhängig vom Tarif und Ihrer Beihilfesituation.
Nach der Umstellung haben Sie ein Kündigungsrecht. Sie haben zwei Monate Zeit, Ihren Vertrag rückwirkend zu kündigen, falls die Beitragserhöhung nicht akzeptabel ist. Allerdings müssen Sie dann einen Nachweis über eine neue Krankenversicherung vorlegen.
Szenario 2: Anstellung als Lehrkraft
Viele Lehramtsabsolventen in Berlin werden nach dem Referendariat nicht direkt verbeamtet, sondern zunächst als angestellte Lehrkraft eingestellt. In diesem Fall sind Sie sozialversicherungspflichtig und automatisch in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Der Beihilfeanspruch entfällt sofort.
Die Anwartschaftsversicherung als Absicherung
Falls die Möglichkeit besteht, dass Sie nach dem Referendariat zunächst angestellt werden, sollten Sie unbedingt eine Anwartschaftsversicherung bei Ihrer PKV abschließen. Diese sichert Ihren aktuellen Gesundheitszustand und Ihre Versicherungsansprüche.
Es gibt zwei Varianten:
Die kleine Anwartschaft sichert Ihren gegenwärtigen Gesundheitszustand ab. Wenn Sie während einer späteren Anstellung eine Krankheit entwickeln, darf die Versicherung diese bei der Aktivierung nicht bewerten. Die Kosten liegen bei etwa 5 bis 20 % des späteren Vollbeitrags.
Die große Anwartschaft sichert zusätzlich Ihr aktuelles Eintrittsalter ab. Die Versicherung bildet Altersrückstellungen, als wären Sie bereits vollversichert. Bei der späteren Aktivierung gilt Ihr niedrigeres Alter aus dem Referendariat. Die Kosten betragen etwa 30 bis 45 % des Vollbeitrags.
Ein konkretes Beispiel: Sie sind 26 Jahre alt und schließen eine PKV während des Referendariats ab. Nach dem Referendariat werden Sie nicht verbeamtet, sondern arbeiten drei Jahre als angestellte Lehrkraft in der GKV. In dieser Zeit entwickeln Sie Rückenprobleme. Dank der Anwartschaftsversicherung können Sie später ohne Zuschläge und ohne erneute Gesundheitsprüfung in die PKV zurückkehren, wenn Sie doch verbeamtet werden.
Die Kosten einer Anwartschaftsversicherung sind minimal im Vergleich zu den langfristigen Vorteilen. Typischerweise zahlen Sie zwischen 5 und 50 € monatlich.
Szenario 3: Arbeitslosigkeit nach dem Referendariat
Nicht alle Referendare erhalten sofort eine Stelle. Wenn Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben, können Sie sich in der GKV versichern und zahlen einen reduzierten Beitrag.
Beim Bezug von Bürgergeld verbleiben Sie als PKV-Versicherter in der privaten Krankenversicherung. Sie müssen dann einen 100-prozentigen Vollversicherungstarif zahlen, da der Beihilfeanspruch entfallen ist. In vielen Fällen übernimmt das Jobcenter diese Kosten.
So wählen Sie den besten PKV-Tarif für sich aus
Die Auswahl eines geeigneten PKV-Tarifs erfordert eine systematische Analyse. Der günstigste Tarif ist nicht automatisch der beste für Ihre Situation.
Beihilfeergänzung als wichtigstes Kriterium
Der Tarif muss speziell auf den Beihilfeanspruch abgestimmt sein. Ein beihilfekonformer Tarif sollte garantieren, dass Sie in Kombination mit der Beihilfe eine 100-prozentige Absicherung erreichen.
Wichtige Leistungsmerkmale
Achten Sie auf einen offenen Hilfsmittelkatalog ohne Einschränkungen. Ein begrenzter Katalog kann später zu hohen Eigenanteilen führen. Die freie Arzt- und Krankenhauswahl sollte uneingeschränkt gelten.
Prüfen Sie die Zahnleistungen genau. Einige Tarife begrenzen die Zahnersatzerstattung in den ersten Jahren durch sogenannte Zahnstaffeln. Dies sollten Sie vermeiden. Die Sehhilfen-Erstattung sollte bei mindestens 300 € pro drei Jahre liegen.
Langfristige Beitragsstabilität
Ein häufiger Fehler ist es, nur auf die niedrigsten Beiträge im Referendariat zu achten. Einige Versicherer bieten Locktarife an, die sich bei der Verbeamtung auf Probe drastisch verteuern. Vergleichen Sie die Beiträge nach der Umstellung vom Anwärtertarif zum Vollbeamtentarif.
Aktuelle Beitragsspannen nach Versicherern
| Beitragsbereich | Beispiel-Versicherer |
| 75 bis 89 € | DBV, Hanse-Merkur, ARAG, Continentale |
| 90 bis 109 € | Barmenia, HUK, DKV, Hallesche, Signal Iduna |
| 111 bis 150 € | Tarife mit erweiterten Leistungen |
Bitte beachten Sie, dass sich diese Tarife ändern können. Die hier genannten Beiträge entsprechen dem Stand 2024. Für tagesaktuelle Konditionen und eine individuelle Analyse Ihrer Situation stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
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Fazit: Die richtige Versicherungsentscheidung für Ihr Referendariat
Die Wahl der Krankenversicherung im Referendariat ist keine rein finanzielle Entscheidung, sondern eine strategische Weichenstellung für Ihre gesamte Berufslaufbahn. Die Fakten sprechen für die meisten jungen Referendare überwiegend für die private Krankenversicherung: niedrigere Beiträge, umfassendere Leistungen und garantierter Versicherungsschutz.
Gleichzeitig ist die Entscheidung komplex. Ihr Alter, Ihr Gesundheitszustand, Ihre familiäre Situation und Ihre beruflichen Aussichten spielen eine Rolle. Die pauschale Beihilfe in Berlin ist unwiderruflich. Die Wahl des richtigen Tarifs erfordert einen Vergleich verschiedener Versicherer. Und die Planung für die Zeit nach dem Referendariat sollte bereits jetzt beginnen.
Bei all diesen Faktoren kann schnell Unsicherheit entstehen. Genau hier unterstütze ich Sie gerne. In einem kostenfreien Beratungsgespräch analysiere ich Ihre individuelle Situation, vergleiche für Sie die besten Tarife nach dem Best-Select-Prinzip und entwickle gemeinsam mit Ihnen eine Strategie, die zu Ihren Bedürfnissen passt. Vereinbaren Sie einfach einen unverbindlichen Termin, damit wir gemeinsam die beste Lösung für Sie finden.

Albert Sibert
Versicherungsexperte
Über den Autor
Albert Sibert ist staatlich geprüfter Finanzanlagen- und Versicherungsfachmann mit über fünf Jahren Erfahrung. Als Experte für Berufseinsteiger, duale Studenten sowie Beschäftigte im öffentlichen und privaten Dienst begleitet er seine Mandanten mit dem Best-Select-Prinzip und dem Zugang zu über 250 Partnergesellschaften.
Geprägt durch eigene familiäre Erfahrungen mit finanzieller Unsicherheit verfolgt er heute die Mission, Menschen Sicherheit, Klarheit und wirtschaftliche Freiheit zu ermöglichen.





