
Beste private Krankenversicherung für Referendare in NRW: Ihr Ratgeber für das Jahr 2026
So finden Sie als Lehramtsreferendar in Nordrhein-Westfalen den optimalen PKV-Tarif mit maximaler Ersparnis.

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26.01.2026
Referendare, pkv
Warum die PKV für Referendare in NRW so wichtig ist
Mit dem Start ins Referendariat stehen Sie vor einer der wichtigsten finanziellen Entscheidungen Ihrer Laufbahn: der Wahl Ihrer Krankenversicherung. Als Beamter auf Widerruf haben Sie erstmals Anspruch auf Beihilfe. Das verändert die Spielregeln komplett. Die private Krankenversicherung wird dadurch für die meisten Referendare zur deutlich günstigeren und leistungsstärkeren Option.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie die Beihilfe in NRW funktioniert, welche Tarifarten für Sie relevant sind, mit welchen konkreten Kosten Sie rechnen können und worauf Sie vor dem Abschluss unbedingt achten sollten.
In diesem Artikel lernen Sie:
Das Wichtigste in Kürze
Die PKV ist für Referendare in NRW meist die beste Wahl: Durch die Beihilfe von 50 % (ohne Kinder) bzw. 70 % (ab zwei Kindern) zahlen Sie nur einen Bruchteil der Versicherungskosten selbst.
Konkrete Ersparnis gegenüber der GKV: Während Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung etwa 230 bis 290 € monatlich alleine tragen müssten, liegen PKV-Beiträge typischerweise bei 70 bis 100 € pro Monat.
Ausbildungstarife bieten besondere Vorteile: Diese speziellen Referendars-Tarife verzichten auf Altersrückstellungen und sind dadurch besonders günstig.
Beihilfeergänzungstarife sind unverzichtbar: Für wenige Euro monatlich schließen Sie Versorgungslücken bei Zahnersatz, Sehhilfen und Heilpraktiker-Leistungen.
Die Tarifwahl hat lebenslange Auswirkungen: Ihr Gesundheitszustand wird nur einmal geprüft. Je früher Sie einsteigen, desto günstiger bleiben Ihre Konditionen dauerhaft.
Beim Übergang in die Verbeamtung richtig planen: Eine Anwartschaftsversicherung schützt Ihren Gesundheitsstatus, falls Sie zwischenzeitlich in ein Angestelltenverhältnis wechseln.
Ich bin Albert Sibert, unabhängiger Finanzberater und Versicherungsexperte für Studenten, Beamte und Lehrer. Ich helfe seit Jahren dabei, komplexe Versicherungsthemen verständlich zu machen, damit Sie gute Entscheidungen treffen können. Auch bei PKV oder BU.
Disclaimer: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine fachliche Beratung. Die Informationen können sich regelmäßig ändern. Trotz sorgfältiger Recherche und Fachkenntnis übernehme ich keine Gewähr oder Haftung für Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit.
Warum die PKV für Referendare in NRW oft die beste Wahl ist 2026
Die Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung stellt für Lehramtsreferendare in Nordrhein-Westfalen eine der wichtigsten finanziellen Weichenstellungen ihrer beruflichen Laufbahn dar. Mit der Ernennung zum Beamten auf Widerruf ändern sich die versicherungsrechtlichen Rahmenbedingungen grundlegend.
Der entscheidende Unterschied: keine Arbeitgeberzuschüsse in der GKV
Bei der Wahl der gesetzlichen Krankenversicherung müssten Sie als Referendar den vollständigen Beitrag selbst tragen. Der Dienstherr leistet keinen Zuschuss. Diese Situation unterscheidet sich fundamental von Arbeitnehmern in der freien Wirtschaft, bei denen der Arbeitgeber etwa die Hälfte des Versicherungsbeitrags übernimmt.
Für Referendare mit einem Bruttoverdienst von etwa 1.600 bis 1.800 € monatlich würde dies zu Krankenversicherungsbeiträgen von etwa 230 bis 290 € führen. Vollständig aus eigener Tasche bezahlt.
Die Beihilfe macht den Unterschied
Die private Krankenversicherung bietet durch die Beihilferegelung eine völlig andere Rechnung. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt einen Großteil der anfallenden Krankheitskosten. Sie müssen nur die Restkosten durch eine private Krankenversicherung abdecken. Dieses System führt zu einer deutlichen finanziellen Entlastung.
Referendare ohne Vorerkrankungen und in jungem Alter zahlen in der privaten Krankenversicherung typischerweise zwischen 65 und 100 € monatlich. (Quelle: info-beihilfe.de)
Weitere Vorteile der PKV für Referendare
Ein gewichtiger Vorteil liegt in den individualisierbaren Leistungsumfängen. Während die gesetzliche Krankenversicherung einen standardisierten Leistungskatalog bietet, können Sie Wahlleistungen wie Chefarztbehandlung, Einbettzimmer im Krankenhaus oder erweiterte Zahnleistungen individuell hinzubuchen oder weglassen.
Die Langzeitperspektive verstärkt diese Vorteilhaftigkeit zusätzlich. Referendare, die frühzeitig in die private Krankenversicherung eintreten, sichern sich günstige Konditionen, die ein Leben lang Bestand haben. Die Gesundheitsprüfung wird nur einmal durchgeführt. Spätere Verschlechterungen des Gesundheitszustands führen nicht zu Beitragszuschlägen, solange Sie in der gleichen Versicherung bleiben.
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Wie funktioniert Beihilfe in NRW für Referendare und was bedeutet das für Ihre PKV-Kosten?
Die Beihilfe stellt das Fundament der wirtschaftlichen Attraktivität der privaten Krankenversicherung für Referendare in Nordrhein-Westfalen dar. Um die Kostenstrukturen vollständig zu verstehen, sollten Sie die genaue Funktionsweise kennen.
Die Beihilfesätze in der PKV für Referendare in NRW
In Nordrhein-Westfalen beträgt die Beihilfe für Lehramtsanwärter ohne Kinder oder mit einem Kind standardmäßig 50 % der anfallenden Krankheitskosten. Der Dienstherr übernimmt also die Hälfte aller beihilfefähigen medizinischen Ausgaben. Sie decken die verbleibenden 50 % durch Ihre private Krankenversicherung ab.
Ab dem zweiten Kind erhöht sich der Beihilfesatz auf 70 %. Die private Versicherung muss dann nur noch 30 % der Kosten übernehmen. Das führt zu erheblich niedrigeren Monatsbeiträgen.
| Familiensituation | Beihilfesatz | PKV-Anteil |
| Ohne Kinder | 50 % | 50 % |
| Mit einem Kind | 50 % | 50 % |
| Ab zwei Kindern | 70 % | 30 % |
(Quelle: bezreg-detmold.nrw.de)
So funktioniert die Kostenerstattung im Alltag
Wenn Sie einen Arzt aufsuchen, erhalten Sie als Privatpatient eine Rechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Diese Rechnung reichen Sie bei der Beihilfestelle des Landes Nordrhein-Westfalen und bei Ihrer privaten Krankenversicherung ein. Die Beihilfestelle erstattet dann 50 oder 70 % der beihilfefähigen Kosten. Die PKV übernimmt den Rest.
Wichtig: Nicht alle Leistungen sind voll beihilfefähig
Die Beihilfeverordnung Nordrhein-Westfalens enthält zahlreiche Einschränkungen bei spezifischen Leistungsbereichen. Besonders betroffen sind:
Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen
Heilpraktikerleistungen
Bestimmte Zahnersatzleistungen und Implantate
Alternative Heilmethoden
Bei Zahnersatz beispielsweise können die Beihilfekürzungen dazu führen, dass bei einer 3.500-€-Implantatversorgung die Eigenbeteiligung deutlich höher ausfällt als der normale Beihilfesatz vermuten lässt.
Beihilfeergänzungstarife schließen die Lücken
Um diese Versorgungslücken zu schließen, haben sich Beihilfeergänzungstarife als wesentliche Ergänzung zur Standardversicherung etabliert. Diese speziellen Tarife kompensieren die Kürzungen und gewährleisten eine nahezu lückenlose Absicherung. Für wenige Euro monatlich (oft zwischen 0,50 und 3 €) vermeiden Sie kostspielige Überraschungen.
Welche Tarifarten und Leistungen sind in der PKV für Referendare in NRW wichtig 2026?
Die Auswahl der richtigen Tarifkombination ist entscheidend. Die Entscheidung hat lebenslange Auswirkungen und kann nicht beliebig häufig geändert werden.
Ausbildungstarife: Die Basis für Referendare
Ausbildungstarife sind ausschließlich für Referendare und andere Beamtenanwärter konzipiert. Sie zeichnen sich durch besonders günstige Beitragssätze aus. Der Grund: Während der Ausbildung werden keine Altersrückstellungen gebildet. Stattdessen wird eine vereinfachte Risikoberechnung verwendet, die sich auf Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang beschränkt.
Achten Sie auf die Altersgrenze: Die meisten privaten Krankenversicherer begrenzen die Versicherungsfähigkeit in Ausbildungstarifen auf das 34. Lebensjahr. Für Lehramtsreferendare haben einige Versicherer ihre Altersgrenzen jedoch auf 36, 37 oder sogar 39 Jahre verlängert. Nach Erreichen der Altersgrenze erfolgt eine automatische Umstellung in reguläre Volltarife mit deutlich höheren Beiträgen.
Die verschiedenen Leistungsstufen im Überblick
| Tariftyp | Typische Leistungen | Monatliche Kosten |
| Basis-Tarif | Medizinisch notwendige Grundleistungen | 42 bis 70 € |
| Standard-/Komfort-Tarif | Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung, bessere Zahnleistungen | 80 bis 110 € |
| Premium-Tarif | Einbettzimmer, volle Chefarztbehandlung, umfassende Zahnleistungen | ab 110 € |
(Quelle: info-beihilfe.de)
Wahlleistungen im Krankenhaus
Die Frage der Wahlleistungen ist für viele Referendare zentral. Ein Zweibettzimmer mit Chefarztbehandlung bietet einen Kompromiss zwischen Komfort und Kosten. Das Einbettzimmer hingegen ist eine Zusatzleistung, die meist nur für Referendare mit besonders hohen Anforderungen an Privatsphäre sinnvoll ist.
Entgegen der weit verbreiteten Meinung bedeutet Chefarztbehandlung nicht zwingend, dass der Chefarzt selbst Sie behandelt. Es ist vielmehr die freie Arztwahl, die in Fällen komplizierter Diagnosen von großem Vorteil sein kann.
Zahnversorgung: Erhebliche Unterschiede zwischen den Tarifen
Während ein Basis-Tarif möglicherweise nur bis zu 375 € für Zahnersatz in 12 Monaten leistet, können Komfort-Tarife bis zu 6 Implantate pro Kiefer mit Vollerstattung abdecken. Dieser Punkt wird besonders relevant, wenn Sie während Ihrer Ausbildung oder später größere Zahnbehandlungen benötigen.
So finden Sie die beste PKV für Referendare in NRW: Schritt für Schritt zum optimalen Tarif
Die Suche nach der besten privaten Krankenversicherung erfordert ein systematisches Vorgehen. Die Entscheidung sollte nicht überstürzt werden, darf aber auch nicht zu lange hinausgezögert werden.
Phase 1: Informationsbeschaffung
Verstehen Sie die grundlegenden Konzepte von Beihilfe, Beihilfeergänzungstarifen und den verschiedenen PKV-Tariftypen. Informieren Sie sich bei den Bezirksregierungen Nordrhein-Westfalens oder durch persönliche Gespräche mit Beratungsspezialisten.
Phase 2: Gesundheitsstatus erheben
Dieser Punkt ist kritisch. Viele Referendare, die später Probleme mit ihrer Versicherung bekommen, haben Gesundheitsfragen ungenau oder falsch beantwortet. Empfehlenswert ist eine anonyme Risikovoranfrage bei potenziellen Versicherern. Diese Voranfrage ist kostenlos und ohne Verpflichtung. Sie erfahren, zu welchen Konditionen Sie versichert werden könnten, ohne dass Ihre Daten an die Versicherer übermittelt werden.
Phase 3: Tarife vergleichen
Behalten Sie nicht nur die monatlichen Beitragssätze im Blick. Berücksichtigen Sie auch die längerfristigen Implikationen:
Welche Altersrückstellungen werden nach der Referendariatszeit gebildet?
Wie stabil bleiben die Beiträge im Alter?
Welche Zusatzleistungen sind enthalten?
Ein oft gemachter Fehler ist, sich nur auf die billigsten Ausbildungstarife zu konzentrieren. Das kann sich später als falsche Sparmaßnahme erweisen.
Phase 4: Spezialisierte Beratung einholen
Während ein Vergleichsrechner im Internet einen guten Überblick bieten kann, lohnt sich für diese langfristige Entscheidung die Konsultation eines unabhängigen Versicherungsberaters. Ein guter Berater wird nicht nur Tarife vergleichen, sondern auch Ihre individuelle Lebenssituation berücksichtigen: ob Sie möglicherweise Kinder planen, wie Ihr Gesundheitszustand ist, welche beruflichen Perspektiven Sie haben.
Wichtig: Fragen Sie nicht Ihren Hausarzt oder Kollegen nach Versicherungsempfehlungen. Hausärzte haben selten den notwendigen Überblick über alle PKV-Tarife und deren Langzeitimplikationen.
Phase 5: Antrag zur PKV für Rreferendare stellen
Hier ist größte Sorgfalt geboten. Die Gesundheitsfragen müssen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden. Falschaussagen können später zu Leistungsablehnungen oder sogar Rücktritt vom Vertrag führen.
Beachten Sie: Der erste formelle Antrag bei einem Versicherer ist entscheidend. Wenn Sie mehrere formelle Anträge stellen, gilt die Öffnungsaktion nur beim ersten Versicherer. Stellen Sie den Antrag erst beim endgültig gewählten Versicherer.
Was kostet die PKV für Referendare in NRW 2026: Beispiele und Spartipps?
Die Kostenstrukturen der privaten Krankenversicherung werden durch mehrere Faktoren bestimmt. Nicht wie in der gesetzlichen Krankenversicherung das Einkommen, sondern das Eintrittsalter, der Gesundheitszustand, der Beihilfebemessungssatz und der gewählte Leistungsumfang bestimmen die Höhe des monatlichen Beitrags.
Konkrete Kostenbeispiele
Für einen typischen Referendar ohne Vorerkrankungen und unter 30 Jahren mit 50-prozentiger Beihilfe liegt der monatliche Beitrag für einen mittleren Komfort-Tarif bei etwa 70 bis 100 €. Die günstigsten Basis-Tarife beginnen bereits bei etwa 42 bis 65 € monatlich.
| Kostenposition | Betrag pro Monat |
| PKV-Hauptversicherung (Komfort-Tarif) | 70 bis 90 € |
| Beihilfeergänzungstarif | 0,50 bis 2 € |
| Pflegepflichtversicherung | 34 bis 41 € |
| Gesamtbelastung | 105 bis 135 € |
(Quelle: info-beihilfe.de)
Der Vergleich mit der GKV
Ein 25-jähriger Referendar, der sich für die GKV entscheidet, würde bei etwa 1.600 € monatlichem Bruttoverdienst einen GKV-Beitrag von etwa 234 € zahlen. Ohne Arbeitgeberzuschuss. Die Ersparnis durch den Wechsel in die PKV beläuft sich daher auf etwa 100 bis 130 € monatlich oder etwa 1.200 bis 1.560 € jährlich.
Noch günstiger mit Kindern
Für Referendare mit Kindern verbessert sich die Situation erheblich. Mit zwei Kindern steigt die Beihilfe auf 70 %. Ein entsprechender Tarif würde etwa 30 bis 50 € monatlich kosten.
Ein konkretes Beispiel für einen Referendar mit zwei Kindern (Beihilfe 70 %):
| Kostenposition | Betrag pro Monat |
| PKV-Hauptversicherung (30 % Abdeckung) | ca. 77 € |
| Pflegepflichtversicherung | ca. 34 € |
| Beihilfeergänzungstarif | 1 bis 2 € |
| PKV für erstes Kind (20 % Abdeckung) | ca. 20 € |
| PKV für zweites Kind | ca. 20 € |
| Gesamtbelastung Familie | ca. 150 bis 160 € |
Praktische Spartipps in der PKV für Referendare
Früher Einstieg lohnt sich: Je früher Sie in die PKV eintreten, desto günstiger werden die Beitragssätze. Ein 25-jähriger Referendar zahlt deutlich weniger als ein 35-jähriger.
Richtigen Leistungsumfang wählen: Viele Referendare wählen Top-Tarife mit maximalem Komfort, obwohl sie während ihrer Ausbildung selten Leistungen in Anspruch nehmen. Ein kleinerer Tarif mit Beitragsrückerstattung bei Leistungsfreiheit kann wirtschaftlicher sein. Später bei Verbeamtung können Sie immer noch aufstocken.
Beihilfeergänzungstarif nicht vergessen: Dieser kostet monatlich oft nur wenige Euro, kann aber bei größeren Ausgaben schnell Hunderte von Euro sparen.
Vorsorgeuntersuchungen nutzen: Viele Tarife mit Beitragsrückerstattung berücksichtigen Vorsorgeuntersuchungen positiv. Sie können also zur Vorsorge gehen und trotzdem eine Rückerstattung erhalten.
Worauf beim Abschluss Ihrer PKV für Referendare in NRW zu achten ist
Die Phase vor dem eigentlichen Tarifabschluss ist kritisch. Später auftretende Fehler können erhebliche finanzielle Konsequenzen haben und sind teilweise nicht mehr zu korrigieren.
Die Altersgrenze im Ausbildungstarif prüfen
Überprüfen Sie genau, ob der gewählte Versicherer Lehramtsanwärter über das 34. Lebensjahr hinaus in Ausbildungstarifen versichert. Idealerweise bis mindestens 36 oder 39 Jahre. Nach dem Stichtag erfolgt eine automatische Umstellung in Volltarife mit Beitragssteigerungen von teilweise 50 % oder mehr.
Gesundheitsfragen korrekt beantworten
Jede Frage sollte sorgfältig und wahrheitsgetreu beantwortet werden. Gesundheitsfragen beziehen sich üblicherweise auf die letzten 5 Jahre für ambulante Behandlungen und die letzten 10 Jahre für stationäre Aufenthalte. Verschweigen Sie keine Behandlungen. Die Versicherer haben oft Zugriff auf Krankenakten und können später Leistungen ablehnen.
Gesundheitsprüfung frühzeitig sichern
Eine Strategie, die vielen Referendaren empfohlen wird: Geben Sie bereits während des Studiums eine anonyme Risikovoranfrage ab. Der Vorteil: Ihr Gesundheitszustand wird bei allen künftigen Versicherungen „eingefroren“. Spätere Erkrankungen oder Unfälle während des Studiums führen dann nicht zu Risikozuschlägen.
Sonderwechselrecht beachten
Mit Beginn des Referendariats haben Sie als Beamtenanwärter ein besonderes Sonderwechselrecht. Wenn Sie während des Studiums freiwilliges Mitglied in der GKV waren, haben Sie nur zwei Monate Zeit, um aus dieser auszutreten. Danach greift die normale Kündigungsfrist. Nutzen Sie diese zwei Monate für den PKV-Abschluss.
Das richtige Timing
Der optimale Zeitpunkt für die Tarifwahl liegt etwa 6 Monate vor der geplanten Verbeamtung auf Probe. Zu früh angegangen kann zu unnötiger Unsicherheit führen. Zu spät führt zu Zeitdruck und möglicherweise zu übereilten Entscheidungen.
Langfristig denken
Die Wahl des Versicherers sollte nicht nur auf dem aktuellen Referendariats-Beitrag basieren. Versicherer unterscheiden sich in ihrer Beitragsentwicklung und ihren Serviceangeboten. Ein Versicherer mit besonders günstigen Ausbildungstarifen könnte bei den Normaltarifen nach der Ausbildung besonders teuer sein.
Wechsel nach dem Referendariat: wie Sie Ihre PKV beim Übergang in die Verbeamtung optimal anpassen
Der Übergang vom Referendariat in die dauerhafte Beamtenlaufbahn ist ein weiterer kritischer Punkt im Versicherungsverlauf.
Szenario 1: Direkte Verbeamtung auf Probe
Das wahrscheinlichste Szenario: Sie werden unmittelbar nach bestandenem Examen zum Beamten auf Probe verbeamtet. In diesem Fall kann die private Krankenversicherung ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Der Übergang erfolgt durch eine Tarifumstellung vom Ausbildungstarif in den regulären Beamtentarif.
Mit dem Wechsel beginnt der Versicherer, Altersrückstellungen zu bilden. Ein Referendar, der als 25-Jähriger etwa 80 € pro Monat zahlte, könnte nach der Verbeamtung etwa 150 bis 180 € pro Monat zahlen. Das ist normal und von Anfang an zu erwarten.
Szenario 2: Zunächst Angestelltenverhältnis
Nicht alle Referendare erhalten unmittelbar eine Verbeamtung auf Probe. In Nordrhein-Westfalen kommt es vor, dass Referendare zunächst in ein Angestelltenverhältnis aufgenommen werden. In diesem Fall tritt eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung ein.
Die Anwartschaftsversicherung: Ihr Sicherheitsnetz
Die Anwartschaftsversicherung ist eine kostengünstige Möglichkeit, die private Krankenversicherung „einzufrieren“. Der monatliche Beitrag wird minimal (oft unter 1 €). Der Versicherer behandelt dies so, als würden Sie weiterhin versichert sein. Der Gesundheitszustand wird „eingefroren“.
Ein Beispiel verdeutlicht den Wert: Ein Referendar ohne Anwartschaftsversicherung kündigt seine PKV und wechselt als Angestellter in die GKV. Während dieser Zeit entwickelt er einen Bandscheibenvorfall. Wenn er später eine Verbeamtung erhält und zur PKV zurückwechseln möchte, wird der Bandscheibenvorfall in die neue Risikoprüfung einbezogen. Mögliche Folge: Risikozuschläge von 20 bis 30 % oder sogar Leistungsausschlüsse.
Mit einer Anwartschaftsversicherung würde dieser Bandscheibenvorfall nicht berücksichtigt. Sie könnten zur gleichen Versicherung zurückkehren, zu den gleichen Konditionen wie vor dem Ausscheiden.
Die zentrale Empfehlung
Kündigen Sie Ihre PKV niemals unmittelbar nach dem Referendariat, wenn nicht zu 100 % sicher ist, dass eine unmittelbare Verbeamtung auf Probe folgt. Eine Anwartschaftsversicherung kostet praktisch nichts und bietet enormen Schutz für die Zukunft.
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Fazit: So treffen Sie die richtige Entscheidung für Ihre Krankenversicherung als Referendar
Für die überwiegende Mehrheit der Lehramtsreferendare in Nordrhein-Westfalen ist die private Krankenversicherung in Kombination mit der individuellen Beihilfe die wirtschaftlich und leistungsmäßig beste Wahl. Die durchschnittlichen Kostenersparungen gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung liegen bei 100 bis 150 € monatlich. Das sind etwa 1.200 bis 1.800 € jährlich, bei gleichzeitig besserem Leistungsumfang.
Die Entscheidung für die private Krankenversicherung ist jedoch keine kurzfristige Sparmaßnahme. Es ist eine Weichenstellung für Jahrzehnte Ihrer beruflichen Laufbahn. Der richtige Tarif, der passende Versicherer und die optimale Kombination aus Basisversicherung und Ergänzungstarifen hängen von Ihrer individuellen Situation ab.
Wenn Sie sich unsicher sind, welcher Tarif für Ihre persönliche Lebenssituation optimal ist, vereinbaren Sie gerne einen kostenfreien Beratungstermin. Gemeinsam analysieren wir Ihre aktuelle Situation, vergleichen die für Sie relevanten Tarife und finden die Versicherungslösung, die zu Ihren Bedürfnissen und Zielen passt. Ohne Zeitdruck und ohne Verpflichtung.

Albert Sibert
Versicherungsexperte
Über den Autor
Albert Sibert ist staatlich geprüfter Finanzanlagen- und Versicherungsfachmann mit über fünf Jahren Erfahrung. Als Experte für Berufseinsteiger, duale Studenten sowie Beschäftigte im öffentlichen und privaten Dienst begleitet er seine Mandanten mit dem Best-Select-Prinzip und dem Zugang zu über 250 Partnergesellschaften.
Geprägt durch eigene familiäre Erfahrungen mit finanzieller Unsicherheit verfolgt er heute die Mission, Menschen Sicherheit, Klarheit und wirtschaftliche Freiheit zu ermöglichen.





